Einsatz der Impedanzkardiographie für die kardiologische Diagnostik und Screeninguntersuchung
Während das EKG die elektrische Erregungsausbreitung und -rückbildung im Herzen beschreibt, gibt das Impedanzkardiogramm (IKG) ein Abbild der Blutumverteilungsvorgänge im Thorax.
Entsprechend Abb. 1 sind im IKG folgende physiologische Ereignisse zu erkennen:
| A | - | Vorhofkontraktion |
| B | - | Öffnung der Aortenklappe |
| P | - | maximaler systollischer Fluß |
| X | - | Aortenklappenschluss |
| Y | - | Pulmonalklappenschluss |
| O | - | Öffung der Mitralklappe |
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Anhand dieser im IKG automatisch detektierbaren Punkte lassen sich die systolischen Zeitintervalle Preejektionszeit (PEP) und linksventrikuläre Austreibungszeit (LVET) sowie Schlagvolumen (SV) und Herzzeitvolumen (HZV) bestimmen.
Pathologische Veränderungen am Herzen können die Werte für SV und HZV verfälschen, haben jedoch auch deutliche Veränderungen in der Form des Impedanzkardiogramms zur Folge, die diagnostisch wertvoll sind.
Beispiele
Aortensklerose im fortgeschrittenen Stadium Verringerung der Windkesselfunktion der Aorta und dadurch Reduzierung der Amplitude des IKG |
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Kardiomyopathie durch verringerte Kontraktilität
Reduzierung der Amplitude des IKG |
Abb.2-4: Typisches IKG bei fortgeschrittener Aortenskleorose bzw. Kardiomyopathie
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Aortenstenose Verringerung des maximalen Auswurfs
führt zur Begrenzung der IKG-Amplitude |
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Aorteninsuffizienz aufgrund des verstärkten Rückflusses von der Aorta in den linken Ventrikel deutliche Senkung des X-Punktes |
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Linksinsuffizienz, Mitralstenose, Mitralinsuffizienz, erhöhter Pulmonalisdruck
deutliche Erhöhung des O-Punktes im IKG
Darüber hinaus läßt sich mit dem IKG auch die hämodynamische Wirkung einzelner Herzschläge beurteilen. Die Abbildungen 11 und 12 zeigen Extrasystolen, die kein bzw. ein geringeres Schlagvolumen als normale Herzschläge zur Folge haben.
Die Impedanzkardiographie ist nichtinvasiv, sehr einfach durchzuführen und kostengünstig. Wie diese Beispiele verdeutlichen, eignet sie sich deshalb für die kardiologische Praxis als begleitende Untersuchungsmethode (beispielsweise zur Verlaufskontrolle) und als Screeningmethode für die pre-kardiologische Diagnostik.
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